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Was sind Retentionsflächen? Und: Wie wirken sie?

Retentionsflächen sind Flächen für Wasserrückhalt: Sie nehmen Wasser auf, das in Bach- und Flussläufen nicht mehr abfließen könnte, ohne Schaden im Siedlungsgebiet anzurichten.

Wie funktioniert das?

  1. Bei Hochwasser steigt der Pegel der Bäche und Flüsse, sie drohen auszuufern.
  2. Durch spezielle Ausleitungsbauwerke an den Ufern wird gezielt Wasser in große, unverbaute Flächen in Bachnähe ausgeleitet. Sie wirken wie ein Stausee auf Zeit. Im Bach fließt damit nur so viel Wasser ab wie das Gerinne fassen kann: Überschwemmungen im bebauten Bereich lassen sich vermeiden.
  3. Sobald das Bachbett wieder aufnahmefähig ist, beginnt die Rückleitung des Wassers.
  4. Abgelagertes Material bleibt liegen und muss entfernt werden. Unmittelbar nach einer Überflutung ist eine landwirtschaftliche Bearbeitung nicht möglich, eine Entschädigung für die festgestellten Schäden ist vorgesehen.

Die Grundstücke in den Retentionsflächen lassen sich landwirtschaftlich wie bisher nutzen. Nur die Nutzung der Dammflächen ist eingeschränkt.

Funktionsweise der Retetionsflaechen

Fallbeispiel der geplanten Retentionsflaeche Litschis

Ein funktionierendes Beispiel:

Die Retentionsfläche Loger an der Autobahn/Grenze Feldkirch-Rankweil hat sich bereits bewährt: Überflutungen werden gezielt auf unbebaute Flächen gelenkt, Siedlungsräume sind geschützt.

Retentionsflaeche Loger